Lyrik 5

Im Treibsand meiner Hoffnung

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Im Treibsand meiner Hoffnung

Such ich Halt – der Schmerz

Der in der Seele brennt

Und trenn mich ab von dieser Welt

Die Haut so jung – so voll von Lebensgier

Ich lass es frei das Tier

Doch noch weiß ich

Den Ausgang nicht

fatum

zwischen den zeiten

treibt mein hunger

nach deinem fleisch

zerteilt mein eignes mir

suche ich heimat dort

am ort der furcht

vor meiner gier

nach dem frost

halte mich fest
an mir im andern
blick such ich
die wärme und
will gehalten sein
wenn die berührung
fasst mein herz
schwarzrot samtner wein
und das begehren
frisst die seele auf

FINDLINGE

Sind einfach da und sehen dich an

sind Öffnungen in die Arbeit von

MORGEN im Blick ziellos gefunden jetzt

zeitlos seit gestern und

an den Rändern leben

die Verheißungen   Durchgänge und

Bruchstellen im Sein

Verfügungen der Tat im spröden Material

ProzeßSpurenFugen lassen sich finden

wenn mehr als zu sagen geht

so ist das

Daudeshing 99

Himmel & Erde haben keine Menschenliebe

Mitleidlos die Weisen, ohne Güte

Wie Opferhunde, wie gedroschenes Stroh

Und leer der Mensch und roh

Unerschöpflich Wort um Wort verbrauchen

Reichtum   Verschwendung   Im Kreise laufen