Lyrik 7

Morpheus

im übergang

dort in der anderen welt
begegne mir und
seh mich als den
andern an
der mich
in meinen träumen
quält

gezeiten des seins

das unerkannte

verheißt

die umarmug

von jetzt und gleich

und dann

schwingen wir

in den gezeiten

des seins

Ask & Embla

bäumten sich aneinander

aus dem ewigen holz der gezeiten

gebaren die hoffnung der götter

wenn das feuer löschte ihr sein

chronos

das fleisch schreit
unbefangen
und wühlt
durch die nacht
am morgen
straft es
der blick

(für Kati)

bist fort

gegangen

einfach so

mit stille

schlägt mich

die leere

unendlicher

augenblick

wo bist du?

nacht

geh durch die nacht

die träume warten

die leere stadt

verlängert meinen tag

und die gedanken

gehen mir voraus

schlagen ans ufer

meiner gegenwart

wüste

wenn das denken

ankommt

das wort

sich erfasst

bleibt der wunsch

nach deiner berührung

immer noch

denn die zeit

steht still

und bin auf dem weg

zu dir

zeitlos

im einklang

mit sich selbst

das ereignis

erwartend

und öffne

den horizont

meinem sinn

endloses  begehren

und falle

in die stille der zeit